Hi zusammen,
die letzten Monate hier in Frankfurt waren sehr interessant, emotional geladen, teilweise traurig, dann wieder voller Freude. Was soll ich sagen, seit Oli und Bernd offiziell erklaert haben, dass sie die Subzone verlassen werden, wodurch sich auch meine Band aufgeloest hat, ist das Leben in Frankfurt fuer mich nicht mehr das Selbe gewesen.
Alles nahm an einem Dienstag abend seinen Anfang, an welchem Oli mir, noch vor der offiziellen Verkuendung, mitteilte, dass Bernd und er gehen werden. Die folgenden Tage waren sehr emotional fuer mich. Auf einmal stellte ich mir die Frage, ob mein Platz in Frankfurt ist oder ob vielleicht meine Zeit hier zu Ende geht. Wollte Gott mir so klar machen, dass es Zeit ist zu gehen? Es folgte eine Zeit, die zum einen sehr traurig ist und zum anderen, viele Chancen auf Neues mit sich brachte.
Ende Juli / Anfang August hatte ich schließlich zwei Wochen Urlaub. Die ersten Tage verbrachte ich, wie so oft, in der Schweiz bei meiner Familie, wo wir auch noch Besuch von Freunden von frueher hatten. Anschließend ging es nach Bueckeburg zum Baseballcamp. Diesen Urlaub hatte meine Seele irgendwie gebraucht. Auch wenn ich auf dem Baseballcamp mehr gearbeitet habe als alles andere, so kam ich innerlich doch zur Ruhe und konnte ein wenig Abstand von allem Stress auf der Arbeit und allem, was sich in der Subzone und in Frankfurt tat, gewinnen.
Ich hatte immer zu Gott gesagt, dass er mir die naechsten Schritte zeigen muss, ansonsten wuerde ich mich hier aus Frankfurt nicht weg bewegen. Das Camp neigte sich schließlich auch dem Ende zu und ich machte mich Samstag Abend auf den Heimweg nach Frankfurt. Nach knapp 2,5 bis 3 Stunden tauchte langsam die Skyline Frankfurts vor mir auf, was normaler Weise das Gefuehl “Du bist zuhause” bei mir hervorgerufen hat. Doch als ich die Skyline vor mir sah, merkte ich, wie Gott zu mir sprach und mich langsam aber sicher darauf vorbereitete, dass meine Zeit in Frankfurt zu Ende geht. Es war für mich auf einmal klar, dass mein Weg aus Frankfurt weg führen wird.
Wer mich ein wenig kennt weiß, dass ich in meinem Leben noch nie so lange an einem Ort gelebt habe, wie in Frankfurt.
Es dauerte noch ein paar Wochen bis ich wirklich soweit war zu sagen: Ja ich werde Frankfurt verlassen. Aber irgendwann war ich an diesem Punkt angelangt und teilte mein Vorhaben meinen engsten Freunden mit, welche auf der einen Seite sehr viel Verstaendnis hatten und auf der anderen Seite auch sehr traurig darueber sind.
Im November ging es dann richtig los, Termin bei einem befreundeten Jobvermittler und kurz später kam auch schon ein Anruf, dass ich zwei Vorstellungsgespräche haben könnte.
Gesagt getan, am 3.12.2008 bin ich für einen Tag in die Schweiz und hatte zwei Vorstellungsgespräche. Danach verging einige Zeit, es kam eine Absage aber das war weiter nicht schlimm, denn am 24.12.2008, ja genau an Weihnachten, erreichte mich die Nachricht, dass die Worldvision Schweiz mich gerne einstellen möchte. Ein besseres Weihnachtsgeschenk konnte ich mir gar nicht vorstellen. Das Warten auf Antwort hatte endlich ein Ende und der Urlaub konnte beginnen.
Mittlerweile haben wir den 6. Januar und der Vertrag ist noch im letzten Jahr unterschrieben an die World Vision zurück geschickt worden. Somit ist alles unter Dach und Fach, was den neuen Job angeht. Der Job bei der arago AG ist auch bereits gekündigt.
Da nun alles so schnell ging heißt es aber auch schon sehr bald: Abschied nehmen. Meine Zeit in Frankfurt neigt sich nun wirklich dem Ende zu. Zwar bin ich nicht traurig den Job zu wechseln, doch wird es sicher nicht einfach aus Frankfurt wegzugehen.
Es wird fuer mich ein kompletter Neuanfang in der Schweiz. Ja, ich kenne ein paar Leute dort aber meinen Freundeskreis lasse ich dennoch in Frankfurt zurück.
Im Klartext bedeutet es, dass ich bereits im Februar diesen Jahres in die Schweiz umziehen werde und dort am 16. Februar meinen neuen Job antreten werde.
Viele von euch wissen bereits von meinen Plänen, die Anderen sind entweder durch diesen Eintrag oder durch eine Mail in Kenntnis gesetzt worden. Mehr bleibt mir momentan nicht zu sagen…