Sunday, 08. May 2011

Vor einiger Zeit habe ich in einem Blog einen Artikel gelsesen, der mich sehr berührt hat. Es ging darum, ob wir Gott anklagen. Ich habe nun die Erlaubnis erhalten, den übersetzen Artkiel zu veröffentlichen. Ich hoffe er berührt euch ebenso, wie mich.

Klagst du Gott an? – John Loux

Den Artikel findet ihr wie immer auch unter der Rubrik “articles“, wo weitere interessante Dinge auf euch warten.

Viel Spass beim lesen.


Friday, 28. January 2011

“Freut euch und jubelt ohne Ende über das, was ich nun schaffe!”
(Jes. 65,18)

Diesen Vers habe ich gestern im Hauskreis als Jahreslosung gezogen. Irgendwie passt es zu meinem letzten Eintrag. “I have a plan for you…” Als ich den Vers gestern gezogen habe, war mein erster Gedanken: “Naja, das sagt mir jetzt mal gar nichts.” Nachdem ich aber ein wenig drüber nachgedachte hatte und das letzte Jahr nochmal Revue passieren lassen habe, wurde mir langsam klar, dass Gott einen Plan haben muss und ich mich eigentlich freuen sollte, dass er einen Plan hat. Auf einmal machte dieser Vers Sinn.

Nachdem die letzten drei Monate 2010 recht hart für mich waren, Dinge passiert sind, denen ich lieber aus dem Weg gegangen wäre, spricht Gott quasi zu mir und sagt: “Hey Rapha, freu dich, jubel über das, was ich tun werde. Ich habe einen Plan und er wird dich umhauen.” Vorfreude nennt man das dann wohl.

Aber war schafft er Neues? Ich denke er hat bereits begonnen. Nachdem ich mich letztes Jahr im April oder Mai entschlossen hatte, nicht mehr im Gebetsraum in Winterthur mitzuarbeiten, stand ich komplett ohne Anschluss an andere Christen hier in der Schweiz da. Ich hatte Anfangs aber noch den Eindruck, dass es für eine gewisse Zeit durchaus gut ist und solange dieser Eindruck bestand hatte, habe ich nichts weiter unternommen. Im Oktober hatte ich schliesslich dann den Eindruck, dass es wieder Zeit ist, Anschluss zu finden. Und irgendwie hatte Gott wieder alles vorbereitet und seit dieser Woche, genauer gesagt, seit gestern, gehe ich in die Schleife und war gestern zum ersten Mal in der Hauszelle. Ich bin gespannt, wie es sich entwickeln wird. Für ein Fazit ist es jetzt noch zu früh, dazu in ein paar Monaten mehr.

Doch damit hörte es nicht auf, durch einen zugeschickten Link wurde ich auf eine Worship Schule in Neuseeland aufmerksam. InFlame Worship School heisst diese Schule. Ich hatte schon länger drüber nachgedacht, irgendeine Schule zu mache, sei es eine DTS oder irgendetwas anderes aber ich hatte nie etwas gefunden, was mich wirklich angesprochen hat. Bis mir eben nun dieser Link zugeschickt wurde. Diese Schule spricht mich sehr an, da ich dadurch vielleicht Schritte in Richtung meiner Berufung machen kann. Die ersten Gespräch mit meinem Chef sind schon gelaufen, die Chancen auf 3 Monate unbezahlten Urlaub stehen gut. Ich sehe diese Tatsache als erste Tür, welche Gott geöffnet hat. Er hat einen Plan und er wird wissen, wie er diesen voll zur Entfalltung bringen kann. Es bleibt spannend. Noch ist nichts entschieden, aber die ersten Hürden sind schonmal aus dem Weg geräumt.

Gott scheint wirklich etwas neues zu schaffen in meinem Leben. Ich bin gespannt, was auf mich zukommt.

“Freut euch und jubelt ohne Ende über das, was ich nun schaffe!”



Sunday, 19. December 2010

Come away with me, Come away with me
It’s never too late, it’s not too late
It’s not too late for you

I have a plan for you
I have a plan for you
It’s gonna be wild
It’s gonna be great
It’s gonna be full of me

Open up your heart and let me in
(Jesus Culture – Come Away)

Come away with me… Wie gerne würde ich manchmal einfach die Segel streichen und abhauen. Es gibt Zeiten im Leben, da denkt man sich: “Was soll der Mist eigentlich?” Immer wieder befinden wir uns an solchen Punkten und eigentlich gibt es auch jedes Mal nur einen Ausweg: “Open up your heart and let me in.” Doch genau hier scheitern wir wohl am meisten, zumindest geht es mir so. Am Ende schaue ich dann zurück und stelle fest, auch wenn ich mich 1000 km weit weg von Gott gefühlt habe, war er mir näher als je zuvor.

“Come away with me…” – eine Aufforderung von Gott an mich. Er fordert mich auf: “Komm mit, ich habe einen Plan und er ist grösser als du es dir vorstellen kannst. Es ist mein Plan für dich, nicht dein Plan.” Hier passt dann wohl wieder der Vers aus den Sprüchen: “Der Mensch denkt, Gott lenkt.” Gott hat einen Masterplan, welchen wir nicht sehen. Wir sehen die momentanen Umstände, dass was uns runterzieht und fertig machen will. Wir schaffen es kaum über den Tellerrand zu schauen, wenn wir es überhaupt schaffen. Es ist wie ein Puzzel, Gott sieht das fertige Puzzel, wir nur einzelne Teile, vielleicht auch schon ein paar welche zusammen gesetzt sind. Aber wir sehen nie das gesamte Bild.

Manchmal wünsche ich mir, dass Gott mir zumindest das nächste und übernächste Teil zeigt, damit ich vielleicht etwas verstehe, was gerade abläuft. Immer wieder muss ich aufs neue lernen, Ihm, der alles in der Hand hat zu vertrauen. Immer wieder ist es schwer und es fühlt sich teilweise so an, als hätte ich es vom letzten Mal schon wieder verlernt. Aber am Ende habe  ich bisher noch immer zurück geschaut und musste sagen: “Wow, es steckte ja wirklich Gottes Masterplan dahinter.”

Gott hat einen “Masterplan” für jeden von uns. Wir sehen ihn wahrscheinlich immer erst dann, wenn wir durch eine harte Zeit durch und quasi wieder “obenauf” sind. Wie der Wanderer, der durch ein Tal geht, überall nur Berge um sich herum sieht und schliesslich, wenn er oben auf dem nächsten Berg ankommt, kann er wieder weit schauen, blickt zurück und kann auf einmal das Tal, durch welches er zuvor gewandert ist, in vollem Umfang überschauen. Ich für meinen Teil bin mir sicher, dass Gott immer etwas vor hat. Er lässt Dinge passieren, um uns, mal mehr mal weniger schmerzhaft, aber immer in Liebe zurück auf den richtigen Weg zu bringen. Also liegt das Geheimnis doch darin, Gott das Ruder zu überlassen. Es ist schwer, ich kämpfe immer wieder aufs Neue damit. Oft denke ich, jetzt hast du es geschafft und sage: “God is in control.” Und dann kommt der nächste Tiefschlag des Lebens und ich versuche doch wieder voll aus eigener Kraft wieder auf die Beine zu kommen. Und am Ende kapiere ich dann wieder, dass es eigentlich nur einen Weg gibt. Wie im Song “Rooftops” von Jesus Culture: “Here I am, I stand with arms wide open…” Sorry, ich finde immer wieder Songs, die gerade perfekt passen und mich ein stückweit tragen und mir helfen. Und deshalb hier noch ein Auszug vom Song “Rooftops”:

So I shout out your name from the rooftops I proclaim
That I am Yours, I am Yours
All that I am I place into Your loving hands
And I am Yours, I am Yours

Here I am, I stand with arms wide open
To the one, the son, the everlasting God.
(Jesus Culture – Rooftops)

Wir müssen lernen, Gott im Kleinsten zu vertrauen. Er hat einen Masterplan, der über alles hinaus geht, was wir uns je vorstellen können. Aber um diesen Weg mit Ihm zu gehen, müssen wir uns selbst aufgeben und Ihm voll und ganz vertrauen.
Er weiss, was er tut. Wir wissen selten, was wirklich gut für uns ist. Ich für meinen Teil möchte Gott wirklich in allem Vertrauen aber loslassen und Ihm die Führung zu überlassen ist nie leicht. Ich denke jedoch, dass es auf jeden Fall das Beste ist, was man tun kann und gleichzeitig scheitere ich immer und immer wieder und erkenne, dass ich Ihm hier und da doch noch nicht vertraue.


Wednesday, 24. November 2010

“Why are you cast down, O my soul?
And why are you disquieted within me?
Hope in God;
For I shall yet praise Him,
The help of my countenance and my God.”

(Psalm 42:11 New King James Version)

Dieser Vers begleitet mich seit einigen Wochen und kommt mir kontinuierlich in den Sinn. Immer wieder staune ich über die Ehrlichkeit, welche in diesem Psalm steckt. Der Autor wirft Gott alles entgegen, was ihn in diesem Moment beschäftigt. Allen Frust, alle Angst, einfach alles. Und in all diesem Frust scheint er auf einmal aufzuschauen und spricht seiner Seele eben diese Zeilen entgegen.

Wie oft stehen wir selbst in einer solchen Situation? Wie oft ist unser Leben ein Scherbenhaufen, ein gefühltes Chaos, wo nichts so läuft, wie wir es gerne hätten? Wie oft ertappen wir uns gerade in solchen Situationen dabei, wie wir Gott Vorwürfe machen und Ihn anklagen? Aussagen, wie “Du hättest das doch verhindern können, warum hast du nicht eingegriffen?” kommen uns ganz schnell über die Lippen. Ich persönlich ertappe mich immer wieder dabei, wie diese Worte Gott entgegen werfe und Ihm so eigentlich Vorwürfe mache.

Die Frage, die sich dann immer wieder stellt, dürfen wir das? Dürfen wir Gott alles entgegen werfen? Mir hat hierbei ein Artikel von John Loux geholfen. Er kam an einen Punkt, wo er nicht mehr konnte und schrie Gott entgegen, dass er Ihn nicht leiden könne und seine Wege hasse. Genau in dieser Ehrlichkeit antwortete Gott: “Ok, jetzt kommen wir der Sache näher.” Und begegnete ihm in seiner Situation, in mitten seines Schmerzes.

Dieser Artikel zeigte mir, dass Gott es uns in keiner Weise übel nimmt, wenn wir 100% ehrlich zu Ihm sind und uns einfach “auskotzen”. Erst, wenn wir uns auf diese Ebene begeben, kann er voll und ganz kommen und uns begegnen. Wir kommen immer wieder in solche Situationen, doch wie begegnen wir der Sache? Werfen wir Gott alles entgegen und lassen es dann zu, dass er uns begegnet?

Im Grunde ist dies die Reaktion des Autor im Psalm 42. Er spricht die letzten Zeilen zu seiner Seele und fordert sich selbst auf , seine Hoffnung auf Gott zu werfen. Fangen wir heute an und versuchen so zu reagieren? Werfen wir unser volles Vertrauen auf Ihn? Keiner sagt, dass es einfach ist, keiner sagt, dass wir es auf Anhieb schaffen. Ich persönlich gehe seit einigen Wochen durch eine Zeit, wo Vertrauen extrem schwer fällt, doch immer wieder spricht der letzte Vers von Psalm 42 zu mir und immer wieder spreche ich diesen Vers über meiner Seele aus.

“Was bist du so aufgelöst, meine Seele, und was stöhnst du in mir? Harre auf Gott! – denn ich werde ihn noch preisen, das Heil meines Angesichts und meinen Gott.”
(Psalm 42:12 Rev. Elberfelder)


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